Italien

Katzen-

göttInnen

In rotta verso l´italia  !

Ja, genau richtig! Wir sind auf dem Weg nach Italien! Auf  dem Weg in das Land  des wunderbaren Parmesan! Auf dem Weg in das Land, das Schinken so sehr liebt, dass es eine ganze Stadt nach  seinem besten Schinken benennt! Was will Katz mehr?

Wir sind gut vorbereitet, das Womo ist marschbereit, die Menschen  haben Wasser eingepackt, essen kaufen wir in Italien! Hoffentlich reicht unsere Zeit auch, um wirklich in Italien anzukommen. Immerhin müssen wir dafür durch Österreich fahren, und da war es wirklich wunderbar! Und wir vier haben die Angewohnheit anzuhalten und zu genießen wenn es schön ist.

Dabei haben wir schon die wichtigsten Vokabeln gelernt:


Miao = Miau

gatto = Kater

gatta = Katze

lattosio senza = ohne Laktose

latte =  Milch

polpettone = Schinken

prosciutto crudo =  roher Schinken

prosciutto cotto =  gekochter Schinken

tonno = Thunfisch

campeggio = Campingplatz

posto macchina = Stellplatz

corrente elettrica = Strom

acqua = Wasser

acqua potabile = Trinkwasse

Per favore, prego! = Bitte, bitte!

Grazie! = Danke!

Tag 1:

Bochum bis kurz vor Siegen (ja, ehrlich!)

Heute geht’s wieder los! Die Menschen wuseln und wuseln, und der Tag ist schon fast rum, da fahren wir endlich los! Italien wir kommen! Das Navi verkündet: 1161 km bis Venedig. Angeblich sollen wir dafür 12 Stunden brauchen, aber das ist utopisch. Wir müssen ja unterwegs noch anhalten und lecker essen!

Doch heute ist kein guter Tag. Wir fahren bis kurz vor Siegen, so etwa 60 km und dann ist die Autobahn so voller Autos, das nix mehr geht. Wir stehen. Und dürfen nicht aussteigen. Insgesamt brauchen wir für diese 60 km fast 3 Stunden und ein Ende ist nicht absehbar. Dann kommt endlich ein Rastplatz auf dem wir noch ein kleines Plätzchen finden und wir treten kollektiv in den Streik. Wir bleiben zum Abendessen hier. Und da nach dem Essen (Knackwurst, sehr sehr gut!) noch immer Stau ist gucken wir noch etwas fern. Und da dann immer noch Stau ist, gehen wir ins Bett.


Tag 2:

Siegen bis Kiefersfelden bei Kufstein, Bayern

Wir werden wach und hören es rauschen. Das heißt: Der Verkehr bewegt sich wieder! Das ist gut, da bewegen wir uns gleich mit. Und fahren den ganzen Tag! Eigentlich passiert nix. Wir fahren und halten zum essen und fahren und halten zum essen und fahren....Zwischendurch verunglückt Shasti bei 120 kmh! Also, das Womo fährt 120 und Shasti rutscht aus dem Alkoven! In unserem Alter kann das schon mal passieren. Zum Glück ist es aber nicht schlimm. Die Menschen werden ab jetzt während der Fahrt wohl besser das Netz vor den Alkoven machen müssen, immerhin reisen sie in Begleitung von Seniorinnen!

Der Abend wird großartig. Wir stehen vor einem urigen Restaurant und die Menschen gehen bayrisch essen. Und wir bekommen auch Leberkäse! Sehr bekömmlich. Ich gehe einmal kurz raus, aber neeee! Das regnet!

Noch 462 km bis Venedig. 


Tag 3:

Kiefersfelden über Wattens bis Nößlach am Brenner

Wir lassen den Tag sehr ruhig angehen und starten nach einem späten Frühstück erstmal zu einem kleinen Spaziergang. Es regnet nicht mehr und ist nur mäßig kalt. Jetzt sieht man auch, wie hübsch es hier ist. Die Berge waren gestern im dunkeln nicht mehr zu sehen.

Heute fahren wir nicht weit. In Wattens steigen die Menschen aus und gucken sich Swarovski an. Die Menschin kommt mit einem neuen Ohrring wieder. Wir machen derweil Mittagspause.

Dann fahren wir auf die Brennerautobahn. Auf normalen Autobahnen in Österreich zahlen wir für zwei Kilometer so viel wie für ein Döschen Nassfutter von Sheba. Das wird automatisch von so einem Kästchen abgebucht. Und dafür, dass wir die Brennerautobahn benutzen, wird nochmal extra viel Geld von unserem Kästchen gebucht. Und damit wir dieses Extrageld auch extra ausnutzen, verbringen wir die Nacht vor einem Restaurant in Nößlach am Brenner. Die Aussicht ist sehr nett, aber es liegt ein wenig Schnee! Shasti dreht eine kleine Runde, aber wirklich  nur eine kleine. Ich lerne aus ihren Erlebnissen und gucken nur raus und schone meine Pfoten.

Die Menschen gehen essen. Ich hoffe schwer, sie bringen uns wieder was mit! Im Restaurant gibt es Wlan und die Menschen werden meinen Text für mich online stellen. Wir heizen derweil das Womo richtig schön auf und machen es uns gemütlich.

357 km bis Venedig


Tag 4:

Nößlach in Österreich über Meran bis Dorf Tirol in Tirol/Italien

Heute starten wir zeitiger in den Tag. Wir fahren über die Brennerautobahn nach Italien. In Österreich haben wir mit einer Box dafür bezahlt, dass wir die Autobahnen benutzen dürfen. In Italien zieht man ein Kärtchen bei der Auffahrt und bezahlt bei der Abfahrt von der Autobahn. Und irgendwie wird das Womo auch gewogen. Schön, das wir das jetzt auch wissen. Wie teuer ein Kilometer Autobahn in Italien ist, haben wir allerdings nicht verstanden. Und scheinbar zahlt man auch nicht für alle Autobahnen. Aber auch egal, wir schaffen es bis nach Meran. Im strömenden Regen und völlig schneefrei. Weil das Navi doof ist fahren wir ein wenig kreuz und quer durch Meran. Die Stadt ist wirklich hübsch. Sie liegt in einer Senke zwischen hohen Bergen und besteht aus einer Mischung aus alten und neuen Häusern. Auch die Sprache hier ist gemischt. Die meisten Menschen sprechen eine Mischung aus österreichischem Deutsch und Italienisch. Es klingt ein wenig wie Schweitzerdeutsch. Auch die Spezialitäten hier sind eine Mischung aus Italien und Österreich. Wein und Hartwürste. Wirklich schön hier.

Die Menschen bummeln durch die Stadt, trinken Kaffee und essen Tiramisu und wir und das Womo werden vor einem Kloster geparkt. Zum Übernachten fahren wir zick zack die Weinberge hoch zu einem Obst- und Weingut im Dorf Tirol. Hier können wir von oben nach unten gucken. Oder könnten es zumindest, wäre es nicht schon dunkeln, und noch dazu nebelig. Für die Menschen gibt es eine Flasche Hofwein und für uns haben die Menschen zwei Scheiben Parmaschinken gekauft! Schinken, nur für uns! Ich setzte mich jetzt mal zu Shasti vor den Kühlschrank, damit ich auch was abbekomme!

297 km bis Venedig


Tag 5:

Dorf Tirol in Tirol/Italien bis Meran und wieder zurück

Unser Heizung ist kaputt!!!!! Oh meine Bastet! Unsere Heizung ist kaputt und wir haben doch als Wohnungskatzen kein Winterfell! Und die Menschen haben gar kein Fell!

Aber fangen wir vorne an. Als wir wach werden scheint die Sonne. Es ist traumhaft draußen. So richtig traumhaft. Wir haben von unserem Womo aus einen großartigen Blick über die Berge. Trotzdem fahren wir zurück nach Meran. Dort gehen die Menschen in die Therme. Radonhaltiges Wasser in 26 verschiedenen Becken. Gut für die Durchblutung und gut gegen schmerzende Gelenke. Die Menschen fragen doch tatsächlich, ob wir mitkommen wollen! Das wäre gut für Seniorinnen! Tse! Danke, aber danke nein.

Als die Menschen wiederkommen sind sie ganz sauber und hell auf begeistert. Unser Tag war schöner, wir haben im Womo geschlafen und mussten nicht ins Wasser. Der großartige Plan sieht vor, jetzt schnell eine Gasflasche zu erwerben und dann auf einem Stellplatz in der Innenstadt die Nacht zu verbringen. Also fahren wir zu einem Händler, der nur Gasflaschen verkauft. Da kaufen wir eine neue volle Flasche und bauen sie ein. Es dauert einige Zeit bis wir die Heizung wieder am Laufen haben, seltsam. Und wo wir schon so schön dabei sind fahren wir zu einem Campingladen um uns einen Adapter für die Gasflasche zu kaufen, damit wir auch in Läden die keine deutschen Gasflaschen haben Gas kaufen können. Dann fahren wir in einen Laden, wo es nur Milchprodukte gibt und die Menschen kaufen schöne Sachen. Hier merken wir, dass die Heizung schon wieder aus ist, aber der Mensch kann sie wieder an machen. Aber auf dem Stellplatz in der Innenstadt funktioniert die Heizung schon wieder nicht! Der Mensch wuselt noch ein wenig, aber es klappt nicht. Also fahren wir zu einer Werkstatt, die hat natürlich gerade eben zu gemacht. Wir werden erfrieren!! Heute Nacht soll es so richtig böse kalt werden! Aber zum Glück hat die Menschin die rettende Idee: Wir fahren zu einem Baumarkt und kaufen eine kleine Heizung die mit Strom funktioniert. Und dann fahren wir zu diesem schicken Stellplatz in Tirolo zurück, denn da gab es Strom.

Und dann funktioniert die neue Heizung ganz wunderbar: Der Mensch bringt die alte nämlich wieder zum Laufen. Das ist wie der Regenschirm, den man immer bei hat, damit es nicht regnet. Wir haben also jetzt eine Zusatzheizung dabei, damit die eingebaute Heizung immer funktioniert. Shasti macht eine große Runde über den Platz und spaziert sogar durch den angrenzenden Weinberg. Es ist einfach nur schön hier. 

Zum Abendessen gibt es bei uns einige Käsesorte. Am Besten ist der ganz frische Mozarella. Ganz zart!

Noch immer 297 km bis Venedig.


Tag 6:

Erster Teil:

Meran bis Bozen um 12.50 h

Die Nacht war wirklich bitter kalt, aber nur außerhalb unseres Womos. Unsere Heizung hat durchgehalten. Außerdem scheint das Problem gar nicht bei der Heizung zu liegen , sondern am Gashahn. Wir haben da so ein Sicherheitsventil, das kann den Gashahn zu machen wenn Gefahr droht. Und im Moment meint das Ventil wohl, dass uns ganz oft Gefahr droht und macht dicht. Das ist doof. Das Ventil hat eine Angststörung. Wer kann ihm nur helfen?

Der Tag startet mit Sonne und einem bombastischen Blick in die Dolomiten. Wir frühstücken Tiroler Jägerwurst und fahren dann los Richtung Bozen. Dort tanken wir und überlegen uns, besser doch noch eine Werkstatt aufzusuchen. In einem Milchladen, wo sie auch Klöse und Limoncello verkaufen, helfen uns sehr nette Menschen mit einer Wegbeschreibung. Mit der Menschin sprechen sie deutsch, untereinander einen lustigen Tiroler Akzent, und manchmal auch italienisch. Die Werkstatt finden wir schnell. Aber da Italiener scheinbar feline Wesen sind, halten die Menschen von der Werkstatt Mittagsruhe bis 14 Uhr. Wir parken also vor deren Türe und machen auch Mittagspause. Sehr entspannend, und das bei so schönem Wetter.

266 km bis Venedig


Zweiter Teil:

Ab Bozen um 15.30h bis Rasen-Antholz

Innerhalb von zwei Stunden hat der gute Mann von der Werkstatt den Fehler gefunden, ausgebaut und ein neues Teil eingebaut. Außerdem teilt er uns mit, dass das jetzt ausgebaute Teil eine bekannte Fehlerquelle sei. Schön. Jetzt wissen wir das auch.

Wir fahren dann endlich weiter nach Rasen-Antholz. Jetzt wo die Heizung wieder voll einsatzfähig ist machen wir richtiges Wintercamping, sagen die Menschen. Aha, nun denn. Wir fahren knappe zwei Stunden nach Osten und sind fast wieder in Österreich als wir auf einem richtigen Campingplatz ankommen. Hier stehen wir das erste Mal in diesem Urlaub nicht als einziges Womo. Hier ist es gut besucht. Die Menschen können von hier aus den Skibus nehmen, sagen sie. Wir gucken einmal aus dem Womo raus und sehen: Schnee! Echter Schnee! Gut, er ist alt und festgefroren, aber es ist Schnee. Sehr wenig allerdings für einen Januar in den Bergen. Wir betreiben Pfotenflege und bleiben drin. Außerdem wird es ja auch schon dunkel. Nebenan wird auf Holzkohle gegrillt, aber bei uns gibt’s den Speck aus der Suppe, das ist besser und wird mit warmen Pfoten serviert.

204 km bis Venedig


Tag 7:

Rasen-Antholz

Letzte Nacht haben Shasti und ich uns getraut raus zu gehen! Wir sind über den gefrorenen Schnee spaziert und haben uns umgeguckt. Es war sternenklar und klirrend kalt. Und ganz leise. Wirklich schön. Danach sind wir zu den Menschen ins Bett geklettert und haben uns die Pfoten wärmen lassen. Endlich konnten sich die Menschen revanchieren für all die Tage an denen wir sie gewärmt haben.

Heute machen wir nix! Gar nix. Die Sonne scheint und der Schnee knirscht wenn jemand am Womo vorbei läuft. Wir essen ganz feinen Schinken und Picorino und freuen uns an der Wärme unserer Heizung.

Die Menschen wuseln, spazieren, saunieren und planen Venedig. Das wir aufregend!

204 km bis Venedig

Tag 8:

Rasen-Antholz bis Fusina/Venedig

Wir stehen früh auf und laufen noch eine Runde über den Schnee und durch die Sonne. Gerade als wir uns zu unserem Vormittagsschläfchen hinlegen kommt uns eine kleine rote Katze besuchen. Sie ist bestimmt noch kein Jahr alt und recht dünn, aber sehr gepflegt. Sie futtert bei uns in aller Seelenruhe eine riesige Portion Trockenfutter und geht dann wieder. Niemand weiß wo sie hingehört, aber sie scheint sich hier wohl zu fühlen. Nebenan gibt es mehrere Bauernhöfe, wahrscheinlich wird sie da wohnen.

Und dann starten wir Richtung Venedig. Nach etwa drei Stunden stürmen die Menschen einen Supermarkt und da sind wir auf einmal schon in Venedig. Das ging jetzt aber schnell. Wir fahren auf einen fast leeren Campingplatz im Hafen von Fusina. Von hier können wir die Altstadt Venedigs über das Wasser aus dem Fenster sehen! Wir sind da!

Zur Feier des Tages gibt es bei uns Thunfisch. Italienischen Thunfisch! Sehr verwirrend! Da ist kein Wasser in der Dose. Da ist wirklich nur Thunfisch drin! Dabei ist das Thunfischwasser doch das Beste!

20 Minuten mit dem Vaporetto bis Venedig Altstadt


Tag 9:

Fusina/ Venedig

Heute machen wir uns einen schönen ruhigen Tag. Wir bleiben im Womo und genießen die Sonne und die Aussicht auf die Altstadt von Venedig. Die Womoheizung macht es uns schön warm und unser Buffet bietet fünf verschiedene Futtersorten. Der Tag ist toll!

Den Menschen ist so ein schöner Tag nicht vergönnt. Sie fahren mit einem Boot 20 Minuten bis in die Innenstadt von Venedig und laufen dort den ganzen Tag zickzack und fahren mit einem Vaporetto den Canale Grande entlang. Sie erzählen von Gondeln, Kanälen, Pizza, großen Plätzen, kleinen Gassen, Vaporettos, Muranoglasläden, Karnevalsmasken und und und. Sie sagen es war so traumhaft, dass sie morgen noch mal hinfahren wollen. Gut, noch ein schöner ruhiger Womotag für uns. Hoffentlich bringen sie uns dann etwas gescheiteres mit als heute! Die Karnevalsmasken passen  nämlich nicht richtig!


Tag 10:

Fusina/ Venedig

Die Menschen müssen heute wieder durch Venedig laufen. Wir haben es besser und kuscheln im Womo. Dabei können wir riesige Schiffe anschauen, die etwa 30 Meter vom Womo entfernt in den Hafen von Venedig einlaufen.

Als die Menschen wiederkommen, erzählen Sie uns, dass Sie heute auf Murano waren. Das ist eine der Inseln von Venedig, also quasi ein Stadtteil. Dort wird seit dem frühesten Mittelalter alles Mögliche aus Glas hergestellt. Die Menschen lassen sich erklären wie dieses uralte Kunsthandwerk funktioniert und kaufen eine Katze aus blauem Glas. Die ist mundgeblasen und wunderschön! Und, lieber Leser, die wird auf dem nächsten Mymiau Treffen Anfang Juni 2016 für unseren Katzenschutzverein versteigert werden!

Außerdem stinken die Menschen nach Knoblauch und erzählen von hausgemachter Penne und Cappuccino. Wie schön, wir hatten also alle einen tollen Urlaubstag.


Tag 11:

Fusina/ Venedig

Und wieder müssen die Menschen nach Venedig. Sie gehen heute shoppen und kaufen sich bei einem Mann, der Drama und Kunst in Venedig studierte hat und jetzt unterrichtet echte Masken für Karneval. Der Mann hat schon die Masken für ganz viele Hollywood Filme gemacht, unter anderem für Filme mit und von Woody Allen, Tom Hanks, Tom Selleck, Tom Cruise, Nicole Kidman, Sandra Bullock, …

Außerdem essen sie. Das riechen wir! Sie haben ohne uns Mortadella gegessen, und Cremeteilchen und eine Fischcreme, die für Venedig ganz typisch sein soll. Sie wird aus getrocknetem und dann wieder in Wasser gelegten Fisch und diversen Käsecremes und oder Sahne gemacht. Die Menschen sagen, das wäre jetzt nicht ganz so lecker, aber wir durften ja nicht probieren!

Dafür bekommen wir abends Schinken. Das ist auch gut. Der schmeckt nämlich.


Tag 12:

Fusina/Venedig bis Terme Montegrotto

Heute wollen die Menschen entspannen. Das geht angeblich besonders gut in Wasser, daher fahren wir Richtung Abano, das liegt nämlich im berühmtesten Thermengebiet der Welt. Schon Plinius der Ältere (nicht Plinius der immer Ältere) badete hier.

Da es hier irritierender Weise kein öffentliches Thermalbad gibt lassen die Menschen sich von anderen Menschen ein Fünf Sterne Hotel empfehlen, das ein Thermalbad hat, in das unsere Menschen rein dürfen. Also gehen die zwei schwimmen. Als sie wiederkommen sind sie ganz sauber und glücklich. Dann gibt es Schinkensandwiches von einer kleinen Bude. Die sind gut!!!


Tag 13:

Terme Montegrotto bis Verona

Heute wird weiter besichtigt. Dafür fahren wir nach Verona. Hier steht eines der ältesten römischen Amphitheater der Welt. Es ist riesig und wird noch benutzt und die Menschen sind begeistert. Außerdem hat hier die fiktive Julia einen echten Balkon, den die Menschen sich angucken. Menschen sind schon seltsam. Shakespeare erfindet Romeo und Julia und die Menschen können einen echten Balkon begucken. Seltsam seltsam.

Die Nacht verbringen wir auf einem Stellplatz der Stadt.


Tag 14:

Verona bis St. Valentin a.d.H. in Südtirol (gerade eben noch Italien)

Wir wurden ausgeraubt!! Ausgeraubt! Wir! Während wir geschlafen haben! Wir vier haben in unserem schön geheizten Womo selig geschlummert und jemand hat die Beifahrertür aufgebrochen, ist reingekommen, einmal der Länge nach durchs Womo gelaufen und hat ein Portemonnaie, ein Handy und eine Kamera geklaut! Während wir geschlafen haben! Uns ist ganz schlecht! Das Schloss an der Beifahrertür ist kaputt, einiges Geld und die Pässe und die Geldkarten und die Kamera und und und sind weg! Puh, zum Glück ist meine Stoffrolle und die Kuscheldecke noch da! Das ist sehr erschreckend. Gut, dass wir nicht wach geworden sind, wer weiß was sonst noch passiert wäre!

Was dieser Mensch sich bloß dabei gedacht hat? Uns kostet es viel mehr alles wieder zu reparieren und neu zu kaufen als er Gewinn gemacht hat. Außerdem fühlen wir uns echt unwohl! Warum hat er das getan? Er hat die Sachen nicht verdient! Ich würde ja sagen: Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück. In diesem Sinne denke ich nicht, dass er glücklich ist. …. Tja, jeder ist seines Glückes Schmied. Er hat sein Unglück dann wohl verdient.

Wir fahren zur Polizei (Carabinieri) und erstatten eine Anzeige, aber das wird nix bringen. Die Polizei fragt gar nicht nach Details...

Das ist doof. Total doof.

Wir sind gefrustet und legen einen Fahrtag ein. Wir landen im Drei - Länder - Eck Italien Österreich Schweiz auf einem hübschen Campingplatz. Er ist eingezäunt und bewacht. Außerdem liegt er in einem wirklich schicken Skigebiet. Und hier liegt echter Schnee. Schön hier.


Tag 15:

St. Valentin a.d.H. in Südtirol

Letzte Nacht haben wir die Türen des Womos von innen aneinander gebunden. Selbst wenn jemand die Tür geknackt bekommen hätte, hätte er die Türe nicht ohne Gewaltanwendung öffnen können. Dann haben wir alle Riegel drei Mal kontrolliert und das auf einem eingezäunten bewachten Campingplatz. Danach haben wir gut geschlafen.

Heute hat uns die Sonne geweckt. Es ist so traumhaft schön hier, dass wir noch etwas bleiben. Wir stehen mit dem Womo direkt am Fuß einer Skipiste und können den Menschen beim Berg rauf fahren und Berg runterrutschen zugucken. Warum machen die das? Wir laufen lieber ein wenig ums Womo rum und halten die Nase in die Sonne. So gefällt uns der Urlaub!

Tag 16:

St. Valentin a.d.H. in Südtirol

Ein weiterer wunderschöner Tag auf dem Camping zum See in St. Valentin (das soll keine Schleichwerbung sein, das ist echte Werbung! Hier ist es nämlich echt schön: www.zumsee.it).

Die Sonne scheint und im Nachbarwomo wohnt eine Katze. Sie kommt auch aus Deutschland und wir haben uns bisher nur durch die Fenster gesehen.

Die Menschen laufen bei strahlender Sonne und eisigen Temperaturen einmal um den See rum und wir heizen das Womo schön ein, damit die zwei beim Nachhause kommen nicht frieren müssen.


Tag 17:

St. Valentin a.d.H. in Südtirol/Italien bis Heiterwang am See in Tirol/Österreich

Das Wetter heute ist mal wieder traumhaft sonnig. Die Menschen gehen Schlittschuhlaufen. Sie sagen selbst, dass man das was sie da getan haben nicht Schlittschuhfahren nennen kann. Zum Glück kommen sie mit nassen Hosenbeinen und unversehrt zurück.

Shasti geht mit ihrem Menschen bei der Nachbarskatze hallo sagen. Sie darf genau wie wir frei rumlaufen und kommt immer zum Womo zurück. Sie ist die erste Katze die wir kennenlernen, die das genauso macht wie wir. Sehr vernünftig. Das macht nämlich Spaß.

Dann werden unsere Menschen wieder vom Reisefieber erfasst und wir fahren noch etwa zwei Stunden über den Reschenpass und verlassen Italien.

In Österreich angekommen verweigern wir einen Campingplatz der zwischen Bahngleisen, einer Schnellstrasse und der Schallmauer dieser Schnellstrasse liegt. Die Zufahrt zum Platz ist über eine Tankstelle möglich. Nee, das wollen wir nicht. Wir fahren weiter und landen auf einem Stellplatz bei einem Gastwirt. Hier ist es schön. Um uns rum sind Berge. Einer davon könnte die Zugspitze sein!

Die Menschen gehen lecker essen und bringen uns nix mit. Nenene, wir müssen noch einiges an Erziehungsarbeit leisten.


Tag 18:

Heiterwang am See in Tirol/Österreich

Heute ist unser letzter richtiger Urlaubstag. Ab Morgen müssen wir Kilometer machen um Heim zu kommen. Unser Umzug nährt sich, da müssen die Menschen zuhause noch wuseln. (Falls wir in unserem neuen Zuhause Internet haben werden, werden wir hier natürlich über unseren Umzug berichten.) Außerdem haben die Menschen echt zu tun um all die Papiere zu ersetzten die dieser unmögliche Mensch, der unsere Womo ausgeraubt hat, mitgehen hat lassen.

Wir machen heute nix. Ganz entspannt. Die Umgebung hier ist wunderschön, die Aussicht ist ein Traum. Mehr brauchen wir nicht für einen schönen Tag.

Wir gehen ganz vorsichtig über den Schnee spazieren. Er ist kalt und sehr rutschig. Die Sonne wärmt aber trotzdem. Das ist eine prima Mischung. Der Mensch wuselt und schließt ein irgendwas an die Batterie an um auch ohne externen Strom Staubsaugen zu können. Seltsame Ideen haben die Menschen. Jetzt gibt es gleich Lasagne. Das ist doch mal eine gute Idee.


Tag 19:

Heiterwang am See in Tirol/Österreich bis Bad Rappenau/Deutschland

Heute müssen wir uns von den Alpen trennen. Leider. Wir würden alle noch gerne bleiben, aber unser Urlaub ist vorbei. Wir schicken die Menschen noch in einen Supermarkt und einen Tierfutterladen um hier heimische Leckereien zu kaufen und schon geht es heimwärts. An der Grenze werden wir nicht kontrolliert. Da haben die Menschen aber Glück gehabt, wir haben ja unsere Pässe noch, nur die zwei nicht.

Unsere auf vier Stunden geplante Fahrt dauert über sechs Stunden. Stau ist doof. Aber der Stellplatz in Bad Rappenau ist echt schön. Da haben wir schon mal einen Monat Kururlaub gemacht. Mit Plinius. Das ist lange her. Wir haben uns damals sehr wohl gefühlt und jetzt auch. Die nette Dame bei der wir bezahlen müssen erinnert sich sogar noch an uns, ihre liebsten felinen Besucher. Hier ist es viel wärmer als letzte Nacht, und wir genießen einen langen Spaziergang.


Tag 20:

Bad Rappenau bis nach Hause

Der Urlaub ist um. Zu schade. Aber zuhause ist es auch schön. Und am Sonntag ziehen wir um! Darüber berichten wir später.

Im Urlaub haben wir gelernt:

-Wir sind keine Wachkatzen. Wir brauchen eine Alarmanlage.

-In Italien schmeckt Schinken genau so gut wie hier, aber es gibt mehr Sorten.

-Irgendwas geht im Womo immer kaputt.


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