Herbst im Norden

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göttInnen

Herbst im Norden!

Leider ist der geniale Sommer vorbei, aber das hindert uns nicht daran wieder in den Urlaub zu starten. Nur  in einen Kurzurlaub, aber  wir wollen uns mal nicht beschweren. Der Mensch arbeitet die Nacht durch und die Menschin   wuselt um alles vorzubereiten und  schon ist der Abreisetag gekommen:


Tag 1: Padberg nach  Oberlangen

Heute ist das Wetter so mittelmäßig und ich darf nicht raus. Die Menschen sagen, wenn Sie mich rauslassen würden, würde ich die Abfahrt in den Urlaub verpassen. Na gut, das will ich natürlich nicht. Wir füllen noch Wasser ins Womo und fahren dann los. Mit mir, natürlich. Unser  erster Stopp ist der Baumarkt, es gibt eine neue Glasflasche, damit die Heizung immer schön auf höchster Stufe laufen kann. Das ist schon irgendwie lustig, im letzten Urlaub hatten wir noch eine Klimaanlage mit und das ist noch gar nicht lange her. Vor dem Baumarkt stellen die Menschen fest, dass die Wasserpumpe schon wieder kaputt ist und daher ist der nächste Stopp ein Womoreparaturladen. Der Mensch baut die neue Wasserpumpe ein und dann gehts endlich in den Urlaub. Wir stehen ein wenig im Stau und dann noch ein wenig mehr, aber das ist schon ok. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass Morgana deutlich cooler ist als ich. Sie setzt sich in unser neues Reisekörbchen am Fenster und chillt die ganze Fahrt über. Das Körbchen ist mit Saugnäpfen am Fenster festgemacht und bietet eine perfekte Aussicht. Ich bleibe  lieber auf dem Schoß des Beifahrers und murre gelegentlich ein wenig, denn dann werde ich noch mehr gekrault und das ist gut.

Wir kommen aber trotz Stau und Umleitung noch  im Hellen in Oberlangen an. Hier halten wir vor einem schicken kleinen Ferienhaus in dem die üblichen Verdächtigen schon auf uns warten. Wir bekommen Abendessen im Womo und die Menschen im Ferienhaus. Hier ist es schön. Das Ferienhaus ist am Ende einer Sackgasse und das Womo kann vor dem Haus stehen bleiben. Die Menschen trinken Cocktails und ich verschlafe den Abend auf dem Fahrersitz. Als die Menschen dann wieder im Womo sind wollen sie schlafen. Aber ich bin ausgeschlafen und will jetzt raus, aber ich  darf nicht.


Tag 2: Oberlangen

Heute scheint die Sonne und der Tag startet mit Raureif. Die Menschen nehmen endlich Vernunft an und ich darf raus. Hier ist echt was los, es gibt Vögel in allen Größen und Hasen! Um uns rum ist nur Grün und das erobere ich mir jetzt. Morgana schleicht nur ein wenig ums Womo rum und kuschelt dann mit der Menschin. Die anderen Menschen sind alle wandern gegangen, aber unser Menschin bleibt für uns Daheim, damit wir raus können. So  ist das gut, ich geh jetzt mal Hasenjagen.

Wenig später: Ich hab noch keinen Hasen gefangen, aber Morgana hat eine Maus ins Womo gebracht - fand die Menschin jetzt nicht so gut.

Die Sonne scheint und es ist ein herrlicher Tag, ich bin nur kurz ins Womo gekommen um einen Schluck aus meiner Flasche zu trinken. Ja, aus meiner  Flasche. Da ich ja nur fließendes Wasser trinke, trinke ich Zuhause aus dem Wasserhahn, aber im Womo kommt das Wasser zwar auch aus einem Hahn aber vorher war es in einem Tank und man soll das Wasser aus dem Tank nicht trinken. Darum hat sich der Mensch was Tolles einfallen lassen: In meine Flasche kommt Trinkwasser und ein Loch in den Deckel, dann kann Mensch die Flasche über Kopf halten und drücken und schon hab ich fließendes Trinkwasser. Ich muss mich nur auf das Waschbecken setzten und auffordernd mauen und schon kann ich meinen Durst stillen. Genau wie Zuhause.


Tag 3: Oberlangen über Leer nach Dangast

Heute ist Sonntag und trotzdem stehen die Zweibeiner mit Wecker auf. Sie helfen das Ferienhaus aufräumen und schwups sind die üblichen Verdächtigen auf dem Heimweg. Aber wir haben Glück, unser Urlaub ist noch nicht vorbei. Wir fahren weiter nach Norden, um genau zu sein nach Leer und besuchen dort den Menschen von mit uns auf www.mymiau.com befreundeten Katzen im Krankenhaus. Also, die Menschen besuchen ihn, und wir warten brav im Womo. Die Zweibeiner treffen sich mit anderen Zweibeinern und  wir chillen. Am Abend fahren wir dann nach Dangast. Die Menschen freuen sich sehr und erzählen uns, dass da das Meer direkt vor dem Womo anfangen wird. Wir kommen auch wirklich noch im Hellen an und bekommen auch einen Platz am Meer, sagen die Menschen. Ich dachte immer Meer sei viel Wasser auf einem Fleck, aber ich sehe keines. „Das ist Watt,“ erklären die Menschen und gehen Fisch essen. Ich nutze die Zeit und google mal nach was Watt so ist: „Das Watt ist die im internationalen Einheitssystem für die Leistung verwendete Maßeinheit,“ sagt Wikipedia. Ich bin verwirrt.Ich google also weiter und finde: „Wattenmeere (abgeleitet von Watt) sind bestimmte Küstenbereiche eines Meeres, die unter einem starken Einfluss der  Gezeiten stehen. Weite Flächen eines Wattenmeeres fallen regelmäßig zweimal täglich während der Niedrigwasserzeit (Ebbe) trocken und sind während der Hochwasserzeit (Flut) überflutet. Die bei Ebbe trocken fallenden Flächen bezeichnet man als Wattflächen.“ Ah so, wir gucken gerade also auf Ebbe, also so was! Das ist ja spannend!

Außerdem informiert mich das Internet über die medizinischen Anwendungen von Meeresschlick, was nur ein anderes Wort für Watt ist: Entzündungshemmende Wirkung bei Hautverletzungen sowie bei Verstauchungen, Zerrungen und Sehnenproblemen, aber auch bei Entzündungen der Haut wie Dermatitis oder Neurodermitis, Hautallergien, Akne und Mitessern erfolgreich. Also wenn das mal nicht hervorragend klingt!

Als die Menschen wiederkommen darf ich endlich raus und guck mich mal gründlich um. Hier riecht alles nach Salz und ich höre viele mir fremde Vögel schreien oder gurren. Aber das Watt ist mit Abstand das Interessanteste hier. Eigentlich ist es nur salziger Matsch. Woher ich das so genau weiß? Na, ich bin durchgelaufen! Kater sinken im Watt vor Dangast etwa bis zu den Knien ein und  es ist überraschend anstrengend die Pfoten wieder raus zu ziehen. Und es bleibt im Fell kleben. Und wenn man ins Womo zurück kommt dauert es recht lange bis die Menschen das Watt aus meinem Fell geputzt haben. Also so toll fand ich das jetzt nicht. Und ich glaube nicht, dass das Watt mit einer so kurzen Einwirkzeit meinem Fell irgendwie gut tun konnte. Mal sehen, vielleicht gefällt mir das Meer ja im Flutzustand besser.


Tag 4: Dangast

Als ich wach werde ist immer noch kein Meer zu sehen. Morgana sagt sie sei heute Nacht kurz wach gewesen und habe vor dem Fenster viel Wasser gesehen. Komisch, dass Nachteulen, soll heißen: Nachtkatzen, hier andere Sachen sehen als Tagkater. Ich gehe morgens extra nochmal gucken, aber ich sehe wieder kein Wasser. Das Wetter ist heute sehr unterhaltsam. Es wechselt von strahlendem Sonnenschein über schwarze Wolken und Regen bis hin zu Hagel und wieder Sonne. In der Zeit, in der die Menschen draußen rumwaddeln regnet es viel bis sehr viel. Als sie wiederkommen sind sie ganz nass und die Sonne kommt raus, aber ich gönne mir bei diesem heftigen Wind einen ruhigen Tag im Körbchen. Und soll ich Euch was sagen? Am Nachmittag kann ich vom Fahrersitz aus zugucken wie das Wasser kommt! Das ist ja so cool! Je länger ich gucke, um so näher kommt es dem Womo! Aber da die Menschen ganz entspannt bleiben, bleibe ich auch ruhig, ich denke nicht, dass das Wasser das Womo erreichen wird. Obwohl… je später es wird um so knapper wird es mit dem Wasser vor dem Womo. Zwischen Womonase und Wasser sind höchstens noch zwei Meter! Aber im Womo gibt es Hühnersuppe für alle und Sanddorngrog für die Zweibeiner. So lässts sich aushalten. Es windet so sehr, dass das Womo etwas schwankt. Und da ich das Meer sehen kann während das Womo schwankt überlege ich ob ich jetzt Seekrank werden muss. Ich denke aber, ich lasse das besser, den hier ist die Rede von Krabbenbrötchen. Das klingt irgendwie attraktiver.

Tag 5: Dangast

Es gab gestern Krabbenbrötchen für die Zweibeiner und Krabben für die Vierbeiner. Nun ja, also mein Ding war das nicht, aber Morgana war total begeistert.

Heute morgen ist das Wetter toll und ich darf raus. Ich entdecke einen kleinen Wald direkt am Meer. Von da hat man den perfekten Blick aufs Wasser, sitzt windgeschützt und im Trockenen unter einem Baum. Das ist perfekt. Hier bleibe ich. Ich mache es mir gemütlich und genieße. Fünf Stunden später kommt die Menschin und nimmt mich wieder mit ins Womo. Schade eigentlich. Morgana erzählt mir, dass die Menschen die ganze Zeit abwechselnd nach mir gesucht haben. Und dass sie immer nass wieder nach Hause gekommen sind und gefroren haben. Die Armen, sie hätten sich besser zu mir in den Wald setzten sollen und den Tag genießen! Ich bin auch gar nicht nass geworden.

Am Nachmittag gehen die Menschen dann in Quellwasser baden und das Meer kommt wieder bis direkt vors Womo. Das ist wirklich toll. Es ist total entspannend dabei zuzugucken. Morgana sitzt auf dem Beifahrersitz und ich auf dem Fahrersitz und wir genießen den Nachmittag.

Hab ich schon erzählt, dass im Wowa nebenan ein grauer Kartäuser wohnt. Er war auch schon häufiger mit im Urlaub, darf aber nicht raus. Als ich heute Nachmittag heimgetragen wurde meinte der Mensch „darum“ dürfe sein Kater nicht raus. Das verstehe ich nicht. Außerdem stand hier letzte Nacht noch ein Womo aus Dortmund in dem eine Katze und ein Kater Urlaub machen, aber die dürfen auch nur mit Geschirr und Leine raus. Das ist schade, die können dann ja gar nicht den Tag im Wald verbringen.

Das Wasser ist fast wieder ganz da und es windet. Die Luft riecht nach Salz und es gibt Lachs  zu Abend. Hab ich schon gesagt, dass ich Urlaub machen wirklich toll finden?


Tag 6: Dangast über Bielefeld nach Marsberg

Heute ist leider schon unser letzter Urlaubstag. Wir werden wach als sich das Meer gerade zurückzieht und gucken ihm ein letztes Mal dabei zu. Heute will der Mensch mit mir zusammen einen Spaziergang machen und legt mich dafür an die Leine. Pf! Was denkt der sich? Das ich auf Kommando mit ihm rausgehen? Ich bin doch kein Hund! Der Mensch geht also alleine eine letzte Runde und dann fahren wir ab. Wir machen noch einen kurzen Stopp am Vareler Fohlen und Pferdemarkt, aber die Menschen kaufen kein Pferd und dann fahren wir nach Bielefeld. Hier waren wir schon, hier gehts gemütlich zu. Die Menschen gehen essen und dann fahren wir Heim. Unser Zuhause sieht noch genauso aus wie wir es verlassen haben. Schön ist es hier, auch wenn es schade ist, dass der Urlaub schon vorbei ist.

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